Karla Antonieta

Das ist Karla Antonieta aus Ecuador.

Sie wurde am 08.05.2002 als erstes und bisher einziges Kind ihrer Mutter Jesenia geboren. Da die Eltern sich getrennt haben, ist Jesenia, die selbst noch ziemlich jung ist, das einzige Familienmitglied, mit dem Karla in dem kleinen Häuschen aus Schilfrohr mit dem Strohdach in der Gemeinde La Poza, zusammen lebt.

Das Haus gehört nahen Verwandten, die ebenfalls in der Gemeinde wohnen, so dass Jesenia nicht ganz alleine mit Karla ist. Eine Toilette gibt es in dem Häuschen nicht. Die nahe gelegene Latrine muss die Familie mit Nachbarn teilen, was natürlich nicht gerade hygienisch ist.

Glücklicherweise verfügt eine benachbarte Familie über einen eigenen Brunnen, den auch Karlas Familie benutzen darf. Auch während der Trockenzeit ist so genügend sauberes Trinkwasser vorhanden.

 

Zum Glück ist Karla nach einer Behandlung im nahe gelegenen Plan-Gesundheitszentrum wieder gesund.

Zuvor wurde ihr kleiner Körper über den Zeitraum von sechs Monaten vom schrecklichen Dengue-Fieber ausgezehrt. Nun werden ihr Wachstum und ihre weitere Entwicklung genau beobachtet, um etwaige Mangelernährung oder sonstige Defizite frühzeitig zu erkennen. Dafür sind Jesenia und auch wir sehr dankbar.

Gekocht wird auf offenem Holzfeuer außerhalb des Hauses, gerne auch in Gemeinschaft mit anderen Gemeindemitgliedern. Wie in fast allen sog. armen Ländern sind die Menschen dort um so reicher an sozialen Kontakten. Dazu gehören neben den täglich stattfindenden Gesprächen auch gemeinschaftliches Radiohören und Fernsehen.

Dadurch dass Karla noch so klein ist, hoffen wir, dass wir sie für eine lange Zeit und ein großes Stück ihres Lebensweges begleiten dürfen. Wir werden gerne mit ihrer Mutter korrespondieren bis Karla uns eines Tages selbst schreiben kann.



Karla mit Mutter Jesenia 2006


Karla 2007


 

Karla mit Mutter Jesenia 2008
Karla ist inzwischen 7 Jahre alt und geht sehr gerne zur Schule. Diese erreicht Karla nach einem Fußmarsch von weniger als 30 Minuten, was für dortige Verhältnisse gar nichts ist.

Sie wächst und gedeiht prima, obwohl sie immer mal wieder mit heftigen Atemwegsinfekten zu kämpfen hat. Dank der Nähe zur Gesundheitsstation, die auch in etwa 30minütiger Fußwegdistanz in Santa Ana liegt, wird ihr aber immer schnell geholfen.

Diese Nähe rettete letztes Jahr sogar ihr junges Leben: eines Nachts, als die Familie bereits schlief, schrie Karla plötzlich auf und klagte über heftige Schmerzen an ihrer rechten Hand. Kurz darauf wurde sie bewusstlos und die noch sehr junge Mutter rief die Nachbarn zu Hilfe. Diese erkannten, dass Karla von einer Schlange gebissen worden war. Sehr spät in der Nacht wurde sie in die Gesundheitsstation gebracht, wo sie erstversorgt wurde. Von dort aus wurde sie in das Krankenhaus in Portoviejo verlegt, wo sie 22 Tage lang behandelt wurde. Durch das Haematotoxin aus dem Schlangenbiss hatte Karla große Probleme mit der Blutgerinnung. Es war daher leider notwendig, den oberen Teil des rechten Daumens zu amputieren. Karla verlor während der ganzen Prozedur sehr viel Gewicht und wurde mit Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln versorgt. Plan hat die Kosten für die Medikamente übernommen.

Heute geht es Karla, Dank der Hilfe von Plan, wieder gut und sie kann sogar mit der rechten Hand schreiben. Nicht auszudenken, was gewesen wäre, wenn es die Gesundheitsstation und die Hilfe von Plan nicht gegeben hätte....


Karla 2009

Karla 2010

Karla mit Tante Cecilia 2012

Karla 2013


Karla mit Schwester 2014

Karla mit Großmutter Maria 2015

Karla mit Mutter und Schwester 2015

Karla mit Mutter 2017

Karla mit Mutter 2019

Chris ist die Patin von Karla Antonieta.

Die Patenschaft besteht seit Februar 2006.