Laissa
Laissa 2015

Laissa

Laissa wurde am 9. Oktober 2007 geboren und lebt auf Haiti im Gebiet Nord-est.

Das Departement im Nord­osten ist einer von 10 Verwaltungs­bezirken. Plan arbeitet hier seit 1991. Von den 360.000 Menschen in diesem Ge­biet sind 48% jünger als 18 Jahre.
Der Schutz der Kinder ist ein großes Thema, vor allem durch die Nähe zur Domini­kanischen Republik und durch das Problem des Kinder­handels.

Die meisten Häuser sind sehr klein, die Küche befindet sich meistens außer­halb und gegessen wird auch draußen. Rückzugs­möglichkeiten gibt es keine.
Die Neben­straßen sind in schlechtem Zu­stand und bei Regen kaum passier­bar.
Nur in wenigen Orten gibt es Elektrizität und dort auch nur etwa 6 Stunden pro Tag.

Es gibt ungefähr 34 Gesund­heits­ein­richtungen, aber das Personal ist oft nicht oder nur schlecht ge­schult und nur etwa 20% der Be­völkerung kann sich eine medi­zinische Be­handlung leisten. Daher sind viele Kinder nicht ge­impft.

Die Klassen­zimmer sind über­füllt, die Schul­ein­richtung un­zu­läng­lich und die wenigen Schul­bücher von schlechter Qualität. Die schlechten hygienischen Zu­stände der Toiletten sind ins­besondere für die Mädchen ein großes Problem.
Die Unterrichts­materialen müssen selbst be­zahlt werden und sind teuer.
Viele Mädchen gehen in die Grund­schule, aber weiter­führende Schulen und Berufs­bildungs­zentren sind meist weit ent­fernt. Die Kinder müssen dann in einen größeren Ort ziehen und das ist zu teuer. Darum bleiben die meisten Mädchen nach der Grund­schule zu Hause, helfen bei der Haus­arbeit oder ver­kaufen kleine Dinge um etwas Geld für die Familie zu ver­dienen.
 


Aufgrund der schlechten sanitären und hygienischen Be­dingungen sind durch Wasser über­trag­bare Krank­heiten sehr ver­breitet. Nur etwa 30% der Be­völkerung hat Zu­gang zu sauberem Trink­wasser.
Fast 6% der Kinder unter 5 leiden an akuter Mangel­ernährung und 20% der Kinder besitzen keine Geburts­urkunde.


Laissa lebt lebt zusammen mit ihren Eltern in einem Haus aus Holz­brettern und Schindeln, einem Dach aus Metall und einem Fuß­boden aus Erde.
Ihr Vater ist Bauer und ihre Mutter ist Straßen­händlerin.

Laissa besucht eine Grund­schule und braucht etwa 45 Minuten um sie zu er­reichen.
Laut Aussage der Familie war sie gesund und hatte keine schweren Er­krankungen.

Die Familie bezieht ihr Wasser ganz­jährig aus einer Quelle. Sie braucht weniger als 30 Minuten zum Wasser­holen.
Holz­kohle dient als Brenn­material zum Kochen.

Die Familie benutzt eine Gruben­latrine.
Die nächste Gesundheits­ein­richtung ist ein bis zwei Stunden ent­fernt.

 

Laissa
Laissa mit Cousine 2015

In den letzten Jahren hat es schon viele positiven Ver­änderungen ge­ge­ben:
37 Schulen wurden ge­baut, Lehrer und Kinder­garten­erzieher ge­schult, Schul­möbel und Unterrichts­material an­ge­schaft. Mädchen mit weitem Schul­weg haben einen Platz in einer anderen Schule be­kommen.
In den Gemeinden und Schulen wurden Brunnen ge­baut.
Mehr als 60.000 Kinder haben von diesen Maß­nahmen profi­tiert.

Zehn Gesundeheits­zentren wurden ge­baut und das Personal in Erste Hilfe ge­schult, ins­besondere um die Cholera-Epidemie ein­zu­dämmen.
38 Stationen zur Be­kämpfung von Durch­fall­er­krankungen und 14 Cholera­be­handlungs­zentren wurden ein­ge­richtet und Auf­klärungs­kampagnen zur Cholera durch­ge­führt.

In den kommenden Jahren sollen die Kinder noch besser ge­schützt, die medi­zinische Ver­sorgung ver­bessert und der Prozent­satz der Kinder, die ein Schul­jahr wieder­holen müssen, ver­ringert werden.
Es sollen bessere Ein­kommens­möglichkeiten ge­schaffen werden und für Kinder unter fünf Jahren aus­reichend Nahrungs­mittel zur Ver­fügung stehen.
Im Bildungs­bereich soll die Infra­sturktur weiter ver­bessert und die Lehrer besser aus­ge­bildet werden. Mehr Schüler sollen einen Schul­abschluss er­halten.

Mit Regierungs- und Nicht­regierungs­organisation sollen Bündnisse ge­bildet werden um die Kinder vor Gewalt ob im häuslichen Um­feld oder in der Schule zu schützen und um den Kinder­handel zu be­kämpfen.
Außer­dem wird es weiter Auf­klärungs­kampagnen geben, wie im Katastrophen­fall zu reagieren ist, Menschen ge­rettet und Schäden ab­ge­wendet werden können.

Laissa
Laissa 2017

Laissa
Laissa mit ihrer Cousine 2017

Laissas Lieblingsstunden in der Schule sind Geschichte, Musik und Tanz. Die nächste Gesundheitseinrichtung ist nun weniger als eine Stunde entfernt.

Im Finanzjahr 2017 hat sie von folgenden Projekten profitiert:

Aufklärung über Gesundheitsfragen.
Projekte zur Förderung des Hygienebewusstseins in der Schule.
Anschaffung von Möbeln und Ausrüstung für Schulen.
Verbesserung des Schutzes von Kindern vor Missbrauch, Ausbeutung und Vernachlässigung.

Laissa
Laissa 2018

Laissa
Laissa mit ihrer Mutter 2018

Laissa
Laissa 2019

Laissa
Laissa mit ihrer Freundin 2019

Andrea ist die Patin von Laissa.

Die Patenschaft besteht seit Dezember 2015.

Andrea unterstützt noch ein weiteres Patenkind,
Esther aus Kenia.

 

Andrea