Hovodé

 

Hovodé wurde im Januar 1990 in Ayahohue, einem Dorf in der Nähe der Stadt Klouékanme geboren.

Klouekanme liegt im Norden von Mono, einer Provinz im Süd-Westen des westafrikanischen Landes Benin. Bis in die Hauptstadt Cotonou sind es ca. 150 km Richtung Süden.

In der Gemeinde, in der Hovodé lebt, bestreiten die Menschen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch die Landwirtschaft, was für die ländlichen Regionen Westafrikas typisch ist.

Hovodé geht nicht zur Schule, da die Schrift nie ein Teil der Kultur ihrer Vorfahren war und somit auch nicht als Wert anerkannt ist. Sie gehört der Ethnie der Adja an und so heißt auch die Sprache, die bei ihr zu Hause gesprochen wird. Die seit der Kolonial-herrschaft offizielle Landessprache Amtssprache französisch beherrschen in den ländlichen Gebieten nur wenige Menschen.

 

Benin, das früher das Königreich Dahomey war, ist die Wiege des Voodoo, einer Naturreligion, der auch Hovodés Familie angehört. Ihre Familie besteht aus sehr vielen Mitgliedern, zu der, wie in Westafrika üblich, auch die Großeltern, Onkel und Tanten, sowie Cousins und Cousinen gehören. Die Familie lebt, je nach Jahreszeit, in unterschied-licher Zusammensetzung miteinander. Hovodé, hat 2 ältere Brüder und eine ältere, bereits verheiratete Schwester, die bei der Familie ihres Mannes wohnt. Der Vater ist bereits verstorben, so dass die Mutter die alleinige Verantwortung für die Familie trägt, was angesichts der Tatsache, dass auch die Mutter nie zur Schule ging, umso schwieriger ist.

Hovodé hilft im Haushalt, versorgt die Tiere der Familie und geht regelmäßig zum Markt. In ihrer Freizeit besucht Hovodé das Alphabetisierungs-programm von Plan, da sie uns eines Tages selbst Briefe schreiben möchte. Wir ermuntern sie dazu, indem wir ihr viele Fragen stellen und jeden, auch noch so geringen Fortschritt loben. Singen und Tanzen sind ihre Lieblingsbeschäftigungen, denen sie meist mit ihren Freundinnen zusammen nachgeht und die ein wesentlicher Teil der Kultur Westafrikas sind.

Das Leben in Westafrika ist sehr hart, insbeson-dere für die Mädchen und Frauen. Wir hoffen sehr, dass wir bereits Hovodés Leben als Frau und Mutter zum Besseren beeinflussen können. Wir sind ganz sicher, dass zumindest ihre Kinder, ganz besonders ihre Töchter, einmal von der Beziehung, die uns mit diesem stolzen, fröhlichen, von uns sehr geliebten Mädchen, seit langer Zeit verbindet, eines Tages profitieren werden.


Die hübsche, junge Frau heute beim Wasserholen am öffentlichen Brunnen

 

Chris ist die Patin von Hovodé.

Die Patenschaft bestand von 03/2001 - 05/2007.

Sie wurde leider im Mai 2007 beendet, da Hovodé geheiratet hat und zu ihrem Mann nach Togo gezogen ist.