Was für ein Pech: Seit Wochen kommt der Frühling als angenehm warmer Frühsommer verkleidet daher und erfreut die Gemüter allerorten - nur eben am Samstag nicht. Ausgerechnet am «Tag der Altstadt», der erstmals mit vereinten Kräften auf die Beine gestellt wurde, nahm sich das schöne Wetter eine Auszeit und sorgte bei Veranstaltern und Bürgern für das eine oder andere lange Gesicht. Regen und Wind ließen mitunter eine eher triste und traurige Stimmung aufkommen. Dabei haben sich alle Beteiligten viel Mühe gegeben: 60 Akteure waren mit von der Partie und zeigten, was sie hatten. Diverse Gärten und Hinterhöfe wurden geöffnet und verschafften den Besuchern ungewöhnlich «grüne Einblicke» (links). Auf dem Martin-Luther-Platz (rechts) boten ausschließlich private Trödler aus der Altstadt oder auch Organisationen wie der Zonta-Club Gegenstände feil, die schließlich den einen oder anderen Interessenten fanden. Und zu essen gab es unter anderem Erlanger Bratwürste, die auf einem 100 Jahre alten Schürofen langsam in einen genießbaren Zustand gebruzzelt wurden. Die Galerie am Eck in der Engelstraße wartete mit gepflegter Salonmusik auf (Mitte), die den Besuchern einen Ohrenschmaus aus Violin- und Klavierklängen bescherte. Durchaus der Altstadt-Historie verpflichtet, stellte die Gaststätte «Grauer Wolf» in der Hauptstraße einen Dreifuß samt Kessel vor die Tür und köchelte über offenem Feuer eine schmackhafte Bärlauchsuppe nach altem Rezept. Einer Neuauflage des Altstadttages bleibt mehr Einsicht von «oben» zu wünschen. rwi/Fotos: Böhner
Quelle: Erlanger Nachrichten - "Getrübte Stimmung bei der Premiere des Altstadt-Tages"
          erschienen am 07.05.2007