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Projekt:  Wasser in Äthiopien

Ausgangssituation:
Sauberes Wasser ist lebensnotwendig. In vielen Regionen Äthiopiens ist diese wichtige Ressource jedoch Mangelware. Oft sind die bestehenden Brunnen veraltet und können den Bedarf der Bevölkerung nicht mehr decken. Traditionell müssen sich Frauen und Mädchen um die Wasserversorgung der Familien kümmern. Doch die Wege zu den nächstgelegenen Brunnen sind weit und die Warteschlangen oft lang. Nicht selten kommt es zu Konflikten bei der Verteilung.

In vielen Schulen und Haushalten fehlen sanitäre Anlagen. Selbst wenn es sie gibt, werden sie zum Teil nicht genutzt. Die Menschen haben kaum Möglichkeiten, sich die Hände zu waschen. Sie wissen nur wenig über die Bedeutung von Hygiene - ein Umstand, der das Übertragungsrisiko von Krankheiten stark erhöht. Verschmutztes Wasser und mangelhafte Hygienebedingungen sind somit Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeit. Denn besonders für Kleinkinder und Menschen mit schlechtem Ernährungszustand können Durchfallerkrankungen, wie sie häufig durch unsauberes Trinkwasser übertragen werden, tödlich sein. Dabei sind viele Krankheiten durch regelmäßiges Händewaschen, Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr Wissen über Hygiene leicht zu vermeiden.

Ziel des Projekts

Plan sichert mit diesem Projekt die nachhaltige Wasserversorgung von Kindern und Familien im Programmgebiet Amhara und verbessert die Hygienesituation. Insgesamt sollen die Maßnahmen rund 20.000 Menschen erreichen. Dazu fördert das Kinderhilfswerk Infrastrukturmaßnahmen in der Projektregion im Hochland von Äthiopien sowie Trainings und Schulungen für die Projektbeteiligten. Durch einen gemeindebasierten Ansatz unterstützt Plan die Menschen in Amhara, damit sie den Zugang zu sanitären Anlagen und Trinkwasser in ihren Gemeinden erhöhen und aufrechterhalten können.

 

Bis Juni 2015 konnte Plan bereits für mehr als 13.000 Menschen in der Region eine verbesserte Wasserversorgung und damit einen gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser erreichen.

Weitere Informationen hierzu gibt es im 4. Zwischenbericht von Plan International Deutschland e.V.

Schwerpunkte danach:

Da sich in Äthiopien traditionell Mädchen und Frauen um die Wasserbeschaffung kümmern, bedeuten kürzere Wege effektiv: Mädchen haben Zeit, am Schulunterricht teilzunehmen und Frauen können zum Beispiel einem Beruf nachgehen. Deshalb legen wir neue Wasserentnahmestellen an und richten ein Leitungssystem ein.

Zugleich verbessern wir die Hygienesituation der dort lebenden Menschen, indem wir Latrinen in Häusern und Schulen schaffen.

Separate Viehtränken schützen die Entnahmestellen zudem vor Verunreinigung.

Mit Sensibilisierungskampagnen informieren wir die Gemeinden über die Zusammenhänge von Hygiene, sauberem Wasser und Krankheitsübertragungen.

Gemeindemitglieder lernen zudem, zukünftige Hygieneprogramme selbst zu organisieren und umzusetzen.

Zusätzlich bilden wir Gemeindemitglieder, zur Hälfte Frauen, zu Pumpenwärterinnen und -wärtern aus und sichern so die Wasserversorgung für die Zukunft. Das ist Hilfe zu nachhaltiger Selbsthilfe.

 

Das Projekt wird im Plan-Programmgebiet Amhara durchgeführt. Es läuft von Januar 2013 bis Mai 2016.

Quelle: www.plan.de

 

Fotos: Plan

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