Red Hand Day 2011

Übergabe der "Roten Hände"

an Oberbürgermeister Herrn Dr. Ulrich Maly

 

11.02.2011

im Rathaus der Stadt Nürnberg

Rote Hände gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen

Den Red Hand Day gibt es international seit dem 12. Februar 2002. Damals hatten die Vereinten Nationen (UN) ein Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention verabschiedet. Dieses Zusatzprotokoll war nötig, um Kinder und Jugendliche besser vor Krieg schützen zu können. Trotzdem gibt es zurzeit weltweit immer noch rund 250.000 Kinder, die in bewaffneten Konflikten gezwungen werden zu kämpfen. In Rebellentruppen werden sie häufig missbraucht und leiden oft ihr Leben lang unter den schweren körperlichen und seelischen Folgeschäden. Es gilt also weiter darum zu kämpfen, dass Kinder besser in Konflikten und Kriegen geschützt werden und unbeschwert aufwachsen können.

Die "Rote Hand" als das Symbol der ehemaligen Kindersoldaten wird genutzt, um NEIN zu sagen zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten. Mit den roten Händen fordert das Deutsche Bündnis Kindersoldaten, zu dem Plan seit 2008 gehört, Politikerinnen und Politiker in Deutschland auf, mehr für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Kriegs- und Krisengebieten zu tun. Plan setzt sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten ein. In Westafrika unterstützt das Hilfswerk zum Beispiel vom Krieg traumatisierte Kinder mit psychosozialer Betreuung, ehemalige Kindersoldaten erhalten eine Berufsausbildung.

Die Aktionsgruppen von Plan Deutschland, aktive Patinnen und Paten des Kinderhilfswerks, sowie zahlreiche Schulen beteiligen sich an der Aktion "Rote Hand". Seit 2008 hat Plan Deutschland so 25.470 Handabdrücke gesammelt. 2010 kamen besonders viele "Rote Hände" in Bayern zusammen.

Die Aktionsgruppe Erlangen-Nürnberg-Fürth freute sich, stellvertretend für alle engagierten Ehrenamtlichen, zum Red Hand Day 2011 symbolisch 6.000 rote Handabdrücke an Herrn Dr. Ulrich Maly, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, übergeben zu dürfen.

Obwohl wir schon viele Rote Hand-Aktionen an unseren Infoständen durchgeführt und einige Präsentationen zum Thema Kindersoldaten und der Rote Hand-Aktion in Schulen angeboten hatten, war dieser Termin schon etwas Besonderes für uns. So machten wir uns also am 11.02.11 mit sieben Aktionsgruppenmitgliedern auf den Weg ins Rathaus zum Oberbürgermeister - neugierig und gespannt was uns dort erwarten wird.

Um 10:30 Uhr im Nürnberger Rathaus war es dann soweit:

Wir haben uns sehr gefreut, dass Herr Dr. Maly sich selbst für uns Zeit genommen hat und dass auch Vertreter der Nürnberger Nachrichten, der Abendzeitung und des Franken Fernsehens anwesend waren.

Nach der Begrüßung durch den Oberbürgermeister bekamen wir die Möglichkeit, das Kinderhilfswerk Plan und unsere Aktionsgruppe Erlangen-Nürnberg-Fürth vorzustellen bzw. über Kindersoldaten und die Rote Hand-Aktion zu berichten.

Nachdem wir anschließend die offiziellen Forderungen des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten vorgetragen hatten, erläuterten wir unser "Mitbringsel" für den Oberbürgermeister. Für die symbolische Übergabe der 6000 roten Hände hatten wir ein Buch mit vielen eingescannten roten Händen und den dazugehörigen Informationen über die Rote Hand-Aktion erstellt.

Dieses Buch überreichten wir nun dem Oberbürgermeister, zusammen mit 5 Wünschen an ihn, wie er uns unterstützen könnte:

  • "Nutzen Sie Ihren politischen Einfluss und machen Sie sich für die Inhalte und Forderungen des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten stark!"
  • "Setzen Sie sich dafür ein, dass in der Stadt der Menschenrechte der Menschenrechtspreis an eine Person oder Organisation vergeben wird, die sich für Kindersoldaten engagiert."
  • "Thematisieren Sie die Problematik der Kindersoldaten verstärkt bei Ihren öffentlichen Auftritten."
  • "Öffnen Sie uns Türen. Unterstützen Sie uns bei der Möglichkeit Rote Hand-Aktionen durchzuführen - vor allem in Schulen."
  • "Zeigen Sie uns ihre Unterstützung durch ihre rote Hand!"

Den 5. Wunsch - eine rote Hand - hat er uns dann sofort erfüllt und auch von den Vertretern von Presse und Fernsehen haben wir einen roten Handabdruck bekommen.

 

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Oberbürgermeister Herrn Dr. Maly für diesen Termin und dass auch er mit seiner roten Hand ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten gesetzt hat.

 

 

 

 

 

 

 

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